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<image:title><![CDATA[Datensammlung  Als Erweiterung der eigenen Gedächtnisleistung habe ich auf meinem Mobiltelefon die Google-Zeitachse aktiviert. Es ist vermutlich unvernünftig, seine Standortdaten mit einem Großkonzern zu teilen, aber leider gelegentlich trotz allem praktisch.  Mir fiel dabei auf, dass Google recht zuverlässig unterscheiden konnte, ob ich eine Strecke zu Fuß, per Fahrrad oder Pkw zurückgelegt habe. So richtig erstaunt hat mich das nicht, schließlich unterscheiden sich sowohl die erzielten Geschwindigkeiten als auch die Arten der genutzten Straßen und Wege.  Auch, dass Google weiß, wann ich öffentliche Verkehrsmittel nutzte, leuchtet mir ein. Schließlich sind Fahr- und Streckenpläne dort bekannt und wenn ich mit vielen anderen gleichzeitig dem Verlauf der Linie 106 folge und an den Haltestellen langsamer werde, liegt der Verdacht mehr als nahe, dass ich den betreffenden Bus tatsächlich genutzt habe und ihm nicht hinterhergefahren bin.  Nun kaufte ich mir ja, wie im letzten Blogeintrag erwähnt, ein Motorrad und war am Ostersonntag auf einer ausgedehnten Tour. Und die steht nun auch ausdrücklich als Motorradtour in meiner Google-Zeitachse - und nicht etwa als Autofahrt. Und da frage ich mich schon, welche Daten da alles ausgewertet werden, um das unterscheiden zu können, denn ich hätte exakt denselben Streckenverlauf auch mit dem Auto fahren können.  Wird da neben Standortverlauf und Geschwindigkeiten auch das Beschleunigungsverhalten ausgewertet? Oder wird auf die Lagesensoren des Mobiltelefons zugegriffen und erkannt, dass sich das Telefon in Kurven in einer Art und Weise neigt, die zum Motorradfahren passt, im Auto aber seltsam wäre? Oder ist mein altes Motorrad so schlecht funkentstört, dass die gefahrenen Motordrehzahlen als elektromagnetische Impulse in der Luft schweben und sich Google denkt &quot;bei diesen Drehzahlen fährt er entweder Motorrad oder echt miserabel Auto- und im letzteren Fall müssten wesentlich mehr Werkstattbesuche im Standortverlauf auftauchen&quot;? Ich habe tatsächlich keine Ahnung, welche Daten da herangezogen wurden.  Vielleicht weiß es ja jemand von euch?  Was Google übrigens nicht unterscheidet (oder unterscheiden kann?), ist die Frage, ob ich Auto fahre oder einen Reisebus lenke, obwohl im letzteren Fall die Begrenzung auf 100 km/h und die behäbigere Beschleunigung auch Anhaltspunkte böte. Und meinen E-Scooter konnte Google auch nicht vom Fahrrad unterscheiden. Beruhigend, dass die Vollüberwachung in Details noch Lücken aufweist :)]]></image:title>
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<image:title><![CDATA[Eine ungewöhnliche Tastaturbelegung  Auf einem Husumer Flohmarkt stolperte ich über eine Schreibmaschine für meine Sammlung. Eine sehr schön erhaltene Wanderer Klein Continental, der Seriennummer zufolge vermutlich aus der zweiten Hälfte der 1930er Jahre.  Es ist die Maschine, auf der ich diesen Beitrag schreibe und erst nach dem Kauf fiel mir auf, dass die Tastaturbelegung nicht ganz dem üblichen Standard entspricht. So hat sie nicht nur alle zehn Ziffern, was bei kompakten Maschinen eher selten vorkommt, auch fehlen die Akzenttasten, außerdem sind Y und Z wie beim englischen Tastaturlayout vertauscht, zudem gibt es, heute schon wieder sehr nützlich, das #.  Ich weiß natürlich nicht, wieso die Maschine so eine spezielle Tastatur hat, in der Anleitung ist jedenfalls ein deutlich gebräuchlicheres Layout abgebildet. Nun habe ich aber eine Vermutung, da laut der beiliegenden Dokumentation die Maschine hoch im Norden Deutschlands verkauft wurde, sehr nahe der deutsch-dänischen Grenze. Und da es zur Hochzeit der Schreibmaschinen durchaus möglich war, sich einen Typensatz oder ein Layout individualisieren zu lassen (beispielsweise, wenn ein Betrieb, der mit Elektrik zu tun hatte, ganz gut ein Ohmzeichen gebrauchen konnte) und nach allem, was ich herausfinden konnte, die Tastatur sehr stark dem dänischen Layout entspricht, nur dass es die deutschen statt der dänischen Umlaute aufweist und auch über das ß verfügt, ist meine Vermutung, dass die Maschine so für eine dänische Firma angefertigt wurde, die häufiger Briefe, Rechnungen oder sonstige Schriftstücke auf deutsch zu schreiben hatte. So konnte dann vermutlich die dänische Schreibkraft mit dem deutschen Zeichensatz tippen, ohne sich komplett auf eine an- dere Tastaturbelegung umgewöhnen zu müssen. Wie gesagt, es ist eine wilde Spekulation, aber trotz allem eine, die mir nicht gänzlich unplausibel erscheint. Diese kleine Besonderheit sowie der sehr gute Zustand einer fast 90 Jahre alten Schreibmaschine machen sie auf jeden Fall zu einem meiner Lieblingsstücke der kleinen Sammlung.]]></image:title>
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<image:title><![CDATA[Ende der Motorradpause  Von den erhältlichen Führerscheinklassen habe ich ja ziemlich viele. Gut, was den Lkw-Bereich angeht, so bin ich auf die 18,5-Tonnen-Gespanne beschränkt, die der &quot;alte Dreier&quot; erlaubt. Liebe jüngere Lesenden: vor 1998 gab es Führerscheinklassen, die mit Nummern von 1 bis 5 bezeichnet waren. 1, 1a und 1b waren die Motorräder, 2 die Lkw über 7,5 Tonnen, die Gespanne mit mehr als drei Achsen und Gespanne, deren Anhänger das mehr als 1,5-fache Gewicht der Zugmaschine hatte. 4 waren die Mopeds und 5 die Traktoren. 3, was man so für den Pkw brauchte, war definiert als &quot;alles, was nicht in die anderen Klassen passt&quot; - und so durfte man nach ein paar Fahrstunden auf einem Ford Escort direkt auch einen 7,5-Tonner mit einem ein- bzw tandemachsigen Anhänger bis 11 Tonnen lenken. Gut, ne? (Ich weiß, dass 7,5 x 1,5 rechnerisch 11,25 ergibt, aber mehr als 11 Tonnen pro Tandemachse gibt die Straßenverkehrszulassungsordnung nicht her).  Ach so, die Motorradpause... Zweiradtechnisch war ich ja oft in Fahrschulen. Mit knapp 15 Jahren für den grauen Mofaschein (Prüfbescheinigung), im Jahr darauf für die Klasse 4 (50 ccm, 50 km/h), die dann auch den Fünfer beinhielt, 1996 dann Pkw und 2001 dann, bereits im neuen Führerscheinklassensystem, Motorrad - diesen als Klasse A1/A2 zwei Jahre lang leistungsbeschränkt, ab 2003 dann automatisch unbegrenzt.  Und in der Tat hatte ich während dieser zwei Jahre auch mein letztes Motorrad gehabt, eine auf 27 PS gedrosselte Honda CM400T. Theoretisch hätte ich damals bis zu 34 PS fahren dürfen, aber in den alten Führerscheinklassen war das Limit eben niedriger, und was an günstig erhältlichen älteren Gebrauchtmotorrädern mit Drosselung erhältlich war, war eben auf das niedrigere alte Limit angepasst.  Es war eine nette Maschine, die Touren waren großartig. 2003 kamen dann einige Veränderungen in meinem Leben, die auch einige Jahre mit einem reduzierten Budget zur Folge hatten, so trennte ich mich von der Honda und verlor das Thema &quot;Motorrad&quot; ein wenig aus den Augen.  In den letzten Monaten kam mir der Gedanke, mir wieder etwas günstig erhältliches vom Gebrauchtmarkt zuzulegen. Und wie es der Zufall wollte, schaute ich genau zum richtigen Zeitpunkt auf die richtige Gebrauchtfahrzeugeplattform. Eine 1991er Suzuki GS500E von privat, sehr gepflegt, zu einem guten Preis - angesehen, probegefahren und direkt gekauft. Die ersten Kilometer nach zwanzigjähriger Pause waren zugegeben etwas holprig, aber inzwischen hat das Muskel-Langzeitgedächtnis wieder alle wichtigen Hand- und Fußgriffe bereitgestellt. Spaß macht das Maschinchen auf jeden Fall - nun müssen die Ereignisse &quot;arbeitsfrei&quot; und &quot;Motorradwetter&quot; nur noch etwas häufiger zusammenfallen.]]></image:title>
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<image:title><![CDATA[Festtagsgedanken  Ein Blick auf den Kalender offenbart: das Christkind steht vor der Tür. Eine meiner frühesten Erinnerungen an die Weihnachts- und Adventszeit ist, dass mich als Kind die vielen Lichter fasziniert haben. Und da gab es im Kehl der frühen 1980er eine kleine Besonderheit. Denn damals hatte Kehl noch eine französische Kaserne und ein Wohnviertel für die französischen Familien. Nun war es damals so, dass in Deutschland nahezu alle Lichterketten und Weihnachtsbäume weiß waren, während in Frankreich die bunten Lämpchen mit großem Abstand beliebter waren. Und so war es für mich immer sehr spannend zu raten, ob denn nach der nächsten Ecke bunte oder weiße Lichter zu sehen sein werden, wenn wir durch die Stadt spazierten. Was unseren eigenen Weihnachtsbaum anging, so wurde er im Advent gekauft, auf dem Balkon geparkt und erst am 24. hereingeholt, aufgestellt und gemeinsam geschmückt. Meine Eltern achteten aber darauf, dass ich die Beleuchtung erst zur Bescherung zu sehen bekam.  Was das Essen angeht, waren wir an Heiligabend übrigens weder &quot;Team Drei-Gänge-Menü&quot; noch &quot;Team Bockwurst und Kartoffelsalat&quot; - meine Eltern gingen, so weit ich mich erinnere, mit mir sehr bescherungsungeduldigem Kind, einen überaus praktischen Mittelweg: es gab etwas feineres, was es bei uns sonst nicht so gab, aber als eher schnelle Mahlzeit. Die großen langen Festtagsessen gab es dann am 25. und 26. Dezember.  Während Erzählungen zufolge in Teilen der Verwandtschaft der Baun dann teilweise bis Mariä Lichtmiss stehenbleiben durfte (also bis zum 2. Februar), wurde er bei uns stets zu Dreikönig (6. Januar) abgeschmückt, und da wir im 7. beziehungsweise später im 6. Stock wohnten und nicht das Treppenhaus vollnadeln wollten, vom Balkon hinunter geworfen, um ihn dann zur Sammelstelle zu bringen. Und ja, natürlich stand immer jemand von uns unten auf dem Platz, um sicherzustellen, dass sich niemand sonst auf dem Platz aufhielt, als der Baum seine Reise nach unten antrat.  Heute pflege ich eigentlich keine Weihnachtstraditionen. Ich lebe allein und arbeite entweder über Weihnachten oder verreise, wenn ich Urlaub habe, daher sieht meine Wohnung aus wie immer.   Euch wünsche ich in jedem Fall schöne Feiertage, egal, wie ihr sie verbringt. Lasst es euch gut gehen und startet gut ins neue Jahr.]]></image:title>
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<image:title><![CDATA[Gedanken zur Post  Schon als Kind hat mich das Postwesen interessiert und fasziniert. Dass ein Brief an die Oma einfach so am nächsten Tag schon bei ihr war, war mir in jungen Jahren stets rätselhaft - aber geklappt hat es doch. Und dann die alten Briefmarkenautomaten, die es an vielen Briefkästen gab. Stromlos und vollmechanisch: Passend abgezähltes Geld einwerfen, zwei Umdrehungen mit der Kurbel und schon fiel entweder eine Briefmarke oder ein Markenheftchen (jenes dann für einen &quot;glatten&quot; Betrag) ins Ausgabefach, überhaupt gab es die Briefkästen quasi an jeder Straßenecke - heute muss man meist etwas weiter laufen, um einen Brief abzusenden.  Und dann die Postämter, deren Bedeutung für die Kommunikation damals natürlich bedeutend größer war als heute. Groß und wuchtig, jeder Schalter war für etwas anderes zuständig, und selbst telefonieren konnte man dort. Erst zu Schalter 1, dann wurde einem eine von drei Kabinen zugewiesen, in denen ganz normale Wandtelefone mit Wählscheibe hingen, Vor den Kabinen u-förmig angeordnete Tische mit den Telefonbüchern aus ganz Deutschland. War man fertig mit Telefonieren, ging man wieder zu Schalter 1 und bezahlte die Gespräche. Die Einheit kostete dort dann meiner Erinnerung nach genausoviel wie am heimischen Apparat, nämlich 23 Pfennig. Ansonsten war die Post dann auch lange vor Bankkarten, die überall funktionieren, die Stelle, an der man sich auf Reisen mit Bargeld versorgen honnte - sofern man jenes zuvor auf sein Postsparbuch eingezahlt hatte. Mit diesem Sparbuch und der zugehörigen Ausweiskarte aus Pappe konnte man dann deutschlandweit (und ich glaube auch begrenzt im Ausland) gebührenfrei Bargeld am Schalter abheben.  Heute ist vieles anders, einfacher. Vieles muss nicht mehr per Brief oder Postharte geschickt werden, Telefonieren ist billiger und Briefmarken kann man selbst drucken oder schreiben. Dafür ist es heute eher eine Überraschung, ob das Paket nun bei der Post abzuholen ist oder sonstwo in der Stadt. Möglicherweise verbringt man heute jene Zeit, die man früher in den Warteschlangen der Postschalter verbrachte, damit, durch die Stadt zu fahren und seine Bestellungen, die mit vier bis fünf verschiedenen Dienstleistern versandt und an den unmöglichsten Orten zur Abholung bereitgestellt wurden, abzuholen. Und natürlich verschicke auch ich heute weniger Briefe als früher, aber ich tue es immer noch gern. Früher als normale Kommunikation, heute eher als Besonderheit, zumindest im privaten Umfeld. Und trotz aller Vorteile der modernen Kommunikationsmittel, die ich freilich auch nutze, bilde ich mir ein, dass sich auch heute noch Menschen über eine Ansichtskarte freuen - vielleicht sogar stärker als über ein Urlaubsfoto per Messenger. In diesem Sinne: schreibt doch auch mal wieder jemandem. Auch heute gibt es noch sehr hübsche echte Briefmarken, Di:er Empfänger:in freut sich bestimmt darüber.]]></image:title>
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<image:title><![CDATA[Geht mir weg mit &quot;knusprig&quot;  Mit Essensvorlieben ist es schon irgendwie seltsam. Bei vielen Dingen scheint es allgemein anerkannt zu sein, dass man sie mögen kann oder auch nicht. Zahlreiche Dialoge in den sozialen Medien scheinen dies zu bestätigen - ich sage nur &quot;Rosenkohl&quot; oder &quot;Pizza Hawaii&quot;. Andere Dinge scheinen von einer so großen Mehrheit gemocht zu werden, dass es oft großes Erstaunen auslöst, wenn jemand beispielsweise sagt, dass si:er keine Schokolade mag. Dabei ist das doch prinzipiell nicht weniger nachvollziehbar. Ich persönlich mag geschmacklich sehr viel, jedoch hat man bei Obst recht große Chancen, etwas zu finden, was mir nicht schmeckt. Äpfel, Birnen und Erdbeeren sind super, Weintrauben und Pfirsiche sind auch fein, aber Bananen, Johannisbeeren und Ananas würde ich, verschwänden sie plötzlich aus den Läden, nicht vermissen. Von Rhabarber ganz zu schweigen - wobei ich da die Erfahrung gemacht habe, dass fast immer, wenn mir ein Stück Rhabarberkuchen angeboten wurde, auf meine höfliche Ablehnung versichert wurde, dass dieser spezielle Kuchen ganz anders schmecke als die, die ich sonst so kennen würde. Das mag ja sogar stimmen, aber höchstwahrscheinlich schmeckt er eben immer noch nach Rhabarber.  Was ich aber eigentlich erzählen wollte, ist, dass mir sehr oft das Mundgefühl wichtiger ist als der Geschmack, wenn es um die Frage geht, ob ich etwas mag oder nicht. Und damit komme ich zu den Punkt, mit dem ich ganz gern mal für hochgezogene Augenbrauen sorge: ich kann mit knusprigem Speck nichts anfangen, das ist mir im Mund unangenehm. Kocht der Speck irgendwo mit, esse ich ihn gern, aber diese hart gegrillten Scheiben sind nicht meins. Und nein, auch die gebratenen Speckwürfel, die in meiner Region oft zusammen mit Croutons auf den Feldsalat wohnen, lasse ich gerne weg. Genauso bin ich übrigens der Auffassung, dass man meinetwegen, wenn man etwas in Ofen mit Käse überbäckt, gerne dann aufhören darf, wenn der Käse geschmolzen und goldgelb ist und beim Essen Fäden zieht. Ich brauche es weder goldbraun noch hart. Nun liest sich das so, als sei ich eben ein Weichfutterer, aber ganz so ist es dann auch nicht. Zumindest bei Dingen wie Krustenbraten oder gegrillter Haxe mag ich den knusprigen Anteil sehr und am Brot mag ich auch die Endstücke am liebsten. Geschmack ist eben doch etwas seltsames, was sich nicht logisch begründen lässt. Das Mundgefühl von Milchreis finde ich beispielsweise ganz schrecklich, aber beim Risotto stört es mich überhaupt nicht. Und durchgegartes Eigelb geht für mich nur, wenn das Ei kalt ist weswegen ich Frühstückseier lieber etwas zu kurz als etwas zu lange koche, da mich flüssiges Eiweiß im warmen Ei weniger stört als gehärtetes Dotter. Und während ich all dies schreibe, stelle ich erstaunt fest, dass ich insgesamt doch weitaus wählerischer bin, als ich von mir gedacht hätte, In diesem Sinne: Guten Appetit, wobei auch immer.]]></image:title>
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<image:title><![CDATA[Hallo Welt!  Dies soll also nun der Versuch werden, per Schreibmaschine zu bloggen. Ob man das nun ein typewritten blog, ein Typlog (oder Tyblog?) nennt oder ob es die Netzgemeinde tatsächlich bislang versäumt hat, dieser Nischenform des Tagebuchs einen eigegen modernen Namen zu verpassen - das weiß ich leider auch nicht.  Jedenfalls dachte ich mir: wenn ich abseits meiner Podcasts und Kurzvideos Lust habe, etwas niederzuschreiben, könnte ich das ja auch ebensogut mit einer der mechanischen Schreibmaschinen aus meiner kleinen Sammlung erledigen - so werden die guten Stücke wenigstens etwas regelmäßiger benutzt.  Dieser erste Beitrag entsteht übrigens auf dem Parkplatz eines Stadions am Bodensee - derweil sich meine Fahrgäste trotz Herbstkühle und Regen sportlich verausgaben, ziehe ich es vor, das schlechte Wetter von innen aus dem Bus heraus zu betrachten. Und bevor Du Dich fragst: ja, auf Busfahrten mit längeren Pausen nehme ich tatsächlich recht häufig eine Reiseschreibmaschine und etwas Papier mit. Heute ist es die Brother de luxe.  Das einzige, was fürs Erste noch fehlt, ist ein Name für das Experiment. Ich denke, &quot;Maschinenschriften&quot; könnte passen.  Wie oft es hier etwas Neues geben wird und worüber ich schreiben werde, wird sich zeigen.  Bis dahin tschüss und alles Gute  Daniel]]></image:title>
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<image:title><![CDATA[Lange Autoreisen  Lange Autoreisen scheinen nicht mehr so in Mode zu sein, wie es noch in meiner Kindheit der Fall war. 1987 - ich war gerade neun Jahre alt - fuhren meine Eltern ganz selbstverständlich im Auto mit mir in den Urlaub nach Spanien - Zwischenübernachtung inklusive, der silberne Renault 5 mit den orangefarbenen Sitzpolstern voll mit uns und unserem Gepäck, die Rückfahrt dann in einem Rutsch ohne Zwischenübernachtung. Man möchte annehmen, dass ich diese Fahrt als langweilig in Erinnerung habe, aber das ist nicht der Fall. Zu spannend war alles, was anders als zuhause war, und wenn es nur das andere Aussehen der französischen Verkehrsschilder war. Und besonders fasziniert haben mich die Mautstellen auf der Autobahn - vermutlich im Gegensatz zu meinen Eltern, deren Geld es schließlich war, das an jenen Mautstellen den Besitzer wechselte.  Ich fahre heute noch gerne lange Strecken, was für meinen Beruf sicher eine gute Voraussetzung ist. Und das ganze auch gerne gemächlich auf Landstraßen.  Erst vor einigen Tagen unternahmen ein Freund und ich eine dreitägige Fahrt von über 1200km mehr oder weniger entlang der historischen Grenzen (Grenzverlauf des 19. Jahrhunderts) des ehemaligen Großherzogtums Baden. Das war toll. Die Landschaften wechselten häufig, das Wetter war überwiegend schön und da wir fast ohne Navi fuhren, sondern den Streckenverlauf auf einer Landkarte eingezeichnet hatten (mit Textmarker, so wie mein Vater früher in der Urlaubsvorbereitung), mein Dacia Logan zudem über angenehm wenig Elektronik verfügt, die einen ständig anpiept oder anblinkt, weil man nicht genau in der Spurmitte fährt oder gar trotz des Luftwiderstands ein Fenster öffnete, war es fast ein wenig so wie die Urlaubsreisen meiner Kindheit. Mal sehen, wohin die nächste Reise führt. Ideen sind jedenfalls reichlich vorhanden.]]></image:title>
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<image:title><![CDATA[Sammlung - jetzt auch online  Seit ich mir im Sommer 2019 diese Maschine gekauft habe - ja, diese, auf der ich diesen Beitrag schreibe - ist meine Sammlung auf immerhin 18 Stück angewachsen. Nicht alle sind in gebrauchsbereitem Zustand, aber doch die deutliche Mehrheit. Manche sind sehr unspektakulär, andere haben kleinere oder größere Besonderheiten, bei einigen ist es auch eher der Umstand, wie ich dazu gekommen bin, der mir im Gedächtnis bleibt.  Nun wurde ich kürzlich im Freundeskreis angesprochen, dass es doch nett wäre, könnte man sich die Sammlung irgendwo ansehen, also richtete ich eine weitere Subdomain ein und setzte eine Publii-Seite auf.  Und voilà: wen es interessiert, der kann sich die Sammlung nun auf https://maschinenraum.kruemelschubla.de betrachten (und möglicherweise war das das erste Mal, dass ich eine URL mechanisch tippe und falls nicht, so geschah es definitiv noch nicht oft).  Da ich ja auf diesem Blog hier auch stets angebe, auf welcher Maschine ich den jeweiligen Artikel tippte, werde ich natürlich die Links zur jeweiligen Maschine unter die Artikel setzen. Umgekehrt werde ich drüben in Maschinenraum Links zu Artikeln setzen, die mit der jeweiligen Maschine getippt wurden, so kann man bei Interesse direkt eine Schriftprobe sehen.  Ich habe den Maschinenraum bereits vor wenigen Tagen auf meinem Mastodon-Account beworben und war überrascht und hoch erfreut, wie viel positive Resonanz es dort gab.  Was die Sammlung betrifft, so kann ich jedenfalls bereits verraten, dass der nächste Neuzugang eine ganz besondere Maschine sein wird. Ende Juli werde ich sie abholen und freue mich sehr darauf.]]></image:title>
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<image:title><![CDATA[Schreibmaschinen  Es wird angesichts der Art dieses Blogs nicht überraschen, dass ich Schreibmaschinen mag. Meine kleine Sammlung mechanischer Modelle wächst und ist größtenteils funktionsfähig. Erfreulicherweise ist es auch heute kein Problem, Farbbänder zu kaufen, da in den mechanischen Maschinen quasi überall dasselbe Band verwendet wird - im &quot;schlimmsten&quot; Fall muss es auf die Originalspulen der Maschine gewickelt werden, meist ist das aber unnötig. Die Vorgehensweise der Hersteller, durch ständig andere Bandkassetten auch an den Folgekosten gut zu verdienen (so wie es heute bei Druckern üblich ist), kam erst später mit den elektronischen Schreibmaschinen auf. Ohne nun allzu genau auf technische Eigenheiten einzugehen: ein großer Unterschied besteht zwischen Reiseschreibmaschinen und den wesentlich größeren Büromodellen. Erstere sind kompakt, passen in ein kleines Transportköfferchen und wiegen meist unter 5kg, sind also, wie der Name andeutet, recht transportabel. Büromaschinen hingegen sind bedeutend größer und wuchtiger und können ein Gewicht von deutlich über 20kg erreichen, sind also eher nichts, was man sich ins Urlaubsgepäck stecken würde. Dafür haben sie den großen Vorteil, dass es sich auf ihnen oft leichter schreiben lässt, denn da nicht auf geringes Gewicht geachtet werden muss, ist die Mechanik von der Taste bis zur Type oft hervorragend ausbalanciert. Wo auf der Reiseschreibmaschine bei jedem Anschlag alle Kraft aus den Fingern kommen muss, reicht es bei einer gut konstruierten Büromaschine, mit bedeutend weniger Kraft etwas Schwung ins System zu bringen. Unter Umständen sorgen desweiteren größere Tastenabstände und eine Schreibwalze eher in Augenhöhe als beim Reisemodell für weitere ergonomische Vorteile. Zusätzliche Funktionen wie Tabulatoren, Schnellspannhebel, Sperrschrift oder überbreite Schlitten finden sich auch eher bei der Büro- als bei der Reiseschreibmaschine. Die Büromodelle meiner Sammlung haben Schlittenbreiten von DIN A4 hochkant über DIN A4 quer (bzw DIN A3 hochkant) bis hin zu DIN A3 quer (bzw DIN A2 hochkant) letzteres wurde oft für die großen Bögen in der Buchhaltung und dem Bilanzwesen benutzt.  Dies ist der erste Eintrag in diesem Blog, der auf einer Büromaschine entstanden ist - normalerweise blogge ich nämlich eher in Arbeitspausen als daheim, und da greife ich doch lieber auf die leichtgewichtigen Reisemodelle zurück.]]></image:title>
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